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Careline

Für Ihre Fragen rund um das Thema Medizinische Ernährung steht Ihnen das Beratungsteam der Nutricia Careline gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr unter der nachfolgenden Telefon-Nr.:

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Wie wird Sondennahrung zugeführt?

Manchmal ist es notwendig, einen Menschen z.B. aufgrund einer Erkrankung über einen gewissen Zeitraum über eine Sonde zu ernähren. Die Sondennahrung wird hierbei über einen weichen, dünnwandigen Kunststoffschlauch in den Magen oder in den Darm verabreicht. Dies kann entweder durch die Nase (transnasale Sonde) oder direkt in den Bauch (perkutane Sonde) erfolgen.

Sondenarten

transnasale Sonde
Transnasale Sonde
PEG-Sonde
PEG-Sonde

Eine Nasensonde wird üblicherweise bei einer kurzfristigen Sondenernährung verwendet. Hierbei wird die Sonde durch die Nase über die Speiseröhre bis in den Magen oder sogar Dünndarm geführt und an der Nase mit einem Pflaster fixiert.

Sofern eine Sonde über einen längeren Zeitraum empfohlen ist, wird Ihr Arzt möglicherweise eine direkte Zufuhr über eine Ernährungssonde durch die Haut in den Magen (PEG) oder den Dünndarm (PEJ) wählen. Viele Patienten und pflegende Angehörige empfinden eine PEG als eine sehr unkomplizierte und komfortable Form der Sondenernährung, da diese sehr viel unauffälliger ist als eine Nasensonde.

Gabe von Sondennahrung

Die Gabe der Nahrung über eine Sonde kann zudem auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Die Wahl richtet sich meist nach dem Rat Ihres Arztes, Ihrer persönlichen Situation und Ihren eigenen Präferenzen. Man unterscheidet hierbei zwischen einer kontinuierlichen Ernährung und der Gabe von mehreren Portionen pro Tag (Bolusgabe).

Kontinuierliche Ernährung

Bei der kontinuierlichen Nahrungszufuhr können Sie zwischen der Verabreichung mittels einer Ernährungspumpe oder über ein Schwerkraftüberleitsystem unterscheiden. Meist erfolgt die Verabreichung über 12-18 Stunden mit einer mehrstündigen nächtlichen Pause. Die Verabreichung kann jedoch auch nachts, am Tag oder aus einer Kombination beider Varianten erfolgen. Durch die langsame und kontinuierliche Zufuhr der Nahrung wird diese Art der Verabreichung meist am Besten von den Patienten vertragen.

Mehrere Portionen am Tag

Sie können sich die Sondennahrung in mehreren Portionen im Tagesverlauf mithilfe einer Ernährungspumpe, eines Schwerkraftüberleitsystems oder durch die Zufuhr mit einer Spritze verabreichen. Für den Magen stellt die Bolusgabe die physiologischste Form der Nahrungszufuhr dar. Viele Patienten reagieren jedoch bei größeren Mengen mit Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen. Beachten Sie, dass auch eine Kombination aus verschiedenen Arten möglich ist. Sprechen Sie jedoch immer zuerst mit Ihrem Arzt, bevor Sie einen Ernährungsplan ändern. Ihr Arzt oder Ihr Ernährungsteam hilft Ihnen bei der Entwicklung Ihres optimalen Ernährungsplans.